Dauerhafte Haarentfernung – Wünsche, Methoden, Möglichkeiten

Dauerhafte Haarentfernung an den Beinen.
Glatte haarfreie Haut
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Dauerhafte Haarentfernung

Übermäßige Körperbehaarung gilt heute mehr denn je als unästhetisch, ungepflegt oder gar unhygienisch. Entsprechend groß ist der Wunsch besonders bei den Frauen nach einer glatten, haarfreien Haut. Frauen möchten etwas gegen störende Härchen an Beinen und im Gesicht tun, Männer gegen übermäßige Behaarung an Rücken, Brust und Bauch. Welche Haarentfernungsmethoden empfehlen sich für welches Problem? Statt des lästigen Rasierens oder Zupfens, statt Wachsens oder aufwendigen Epilierens zu Hause bieten sich moderne Technologien im Beauty-Bereich an, die bei professioneller Anwendung sehr gute Ergebnisse erzielen. Je nach Farbe, Dicke und Anzahl der Haare werden unterschiedliche Methoden eingesetzt. Diese Beauty-Anwendungen stehen hoch im Trend.

Dauerhafte Haarentfernung mit Foto-Epilation:

Für dunkle Haare, helle Haut und große Flächen       

Die Foto-Epilation arbeitet mit Licht. Sie ist die Methode der Wahl für stark behaarte Flächen wie zum Beispiel Beine und Bikinizone oder Rücken und Brust bei Männern. Beste Ergebnisse der Haarreduktion werden bei dunkler Behaarung und heller Haut erzielt. Erfahrungswerte liegen bei 90 bis 95 Prozent. Die bekannteste und seit langem eingesetzte Form der Foto-Epilation ist die Laser-Technologie; sehr effektive Weiterentwicklungen sind die IPL-Technologie und die ELOS®-Epilation. Hier dringt das Licht bis zur Haarwurzel.

Dauerhafte Haarentfernung mit Elektro-Epilation:

Für alle Haarfarben und alle Haartypen   

Die Elektro-Epilation arbeitet mit Strom. Dieser wird mittels einer feinen Sonde aus leitendem Metall in den Haarkanal bis zur Haarwurzel eingeführt; ein gezielter elektrischer Impuls zerstört den Haarfollikel, so dass kein neues Haar mehr nachwachsen kann. Anders als die Foto-Epilation eignet sich die Elektro-Epilation für alle Haarfarben und -typen – für dunkle, blonde, rote, graue und weiße, für dünne Haare und Flaum, für dicke und einzeln stehende. Diese Methode eignet sich z.B. besonders für Flaumhaare auf der Oberlippe bei Frauen. Auch kann auf dunkler und gebräunter Haut gearbeitet werden. Die Elektro-Epilation kann bei jedem Haarwuchs angewendet werden. Anwendungsformen der Elektro-Epilation sind die Elektrolyse (auch Galvanik genannt), die Thermolyse und die Blend-Epilation. Die Elektrolyse verwendet reinen Gleichstrom, die Thermolyse einen hochfrequenten Wechselstrom, die Blend-Epilation kombiniert Elektrolyse und Thermolyse in einem Impuls. Der Trend geht hin zur Blend-Epilation.

Haarentfernung mit Laser

Wie funktioniert die Lasertechnik?    

Die Lasertechnik arbeitet mit monochromaten Licht, also Licht einer Wellenlänge. Das Licht geht in Resonanz mit dem Melanin des Haares und wird in Wärme umgewandelt und verödet so den ganzen Haarfollikel. In diesem Haarfollikel kann kein neues Haar mehr gebildet werden. Da das Licht des Lasers ausreichend Melanin benötigt, um den Haarfollikel permanent zu veröden, ist die Technik ideal für dunkle Behaarung. Im Prinzip ist die Behandlung aller Körperzonen möglich, auch der Intimbereich. In einem Vorgespräch werden mit dem Gerät an einer unauffälligen Hautstelle Tests durchgeführt und die Parameter auf das Gerät abgestimmt, um mögliche Risiken auf ein Minimum zu reduzieren. Die Laserbehandlung wird meistens in Arztpraxen durchgeführt.

IPL-Haarentfernung

Dauerhafte Haarentfernung mit Licht.
Wirkweise einer Photoepilation

IPL steht für „Intensive Pulse Light“, zu Deutsch Lichtimpuls. Die IPL-Technologie nutzt kurze Lichtimpulse, welche von einer Blitzlichtlampe ausgestrahlt werden, um die Haarfollikel zu veröden und eine erneute Haarbildung zu verhindern. Besonders geeignet ist die Methode für Menschen mit weißer Haut und dunklen Haaren. Denn das Melanin, ein Pigment, das die dunkle Farbe gibt, wandelt das Licht des Blitzgerätes direkt in Wärme um und verödet den Haarfollikel, womit ein Nachwachsen auf Dauer verhindert wird. Tipp: Wenn die zu behandelnde Stelle besonders viele Muttermale aufweist, sollte man besser eine andere Methode wählen, da das Spektrum des Lichts bei der IPL-Technologie ziemlich groß ist und daher nicht jede kleine Stelle berücksichtigt werden kann. Die IPL-Technik gilt heute als das beliebteste Verfahren – besonders in den USA ist diese Weiterentwicklung der Lasertherapie die gängigste Methode. Sie wird von Schönheitskliniken, Kosmetikinstituten und Arztpraxen verwendet. Bei der IPL-Technik kommen sogenannte Blitzlampengeräte zum Einsatz. Diese werden auch zur Beseitigung unerwünschter Äderchen oder Altersflecken eingesetzt. Hier kommt hochenergiereiches Licht zum Einsatz. Das schädliche UVA-, UVB- und UVC-Licht wird herausgefiltert. Je nach Haut- und Haar-Typ sind mehrere Sitzungen erforderlich, um sie permanent zu entfernen. Die Behandlungen finden jeweils im Abstand von mindestens vier Wochen bis vier Monaten statt. Die Kosten für eine dauerhafte Haarentfernung beginnen bei 50 Euro pro Sitzung. Somit ist das Verfahren wesentlich teurer als herkömmliche Vorgehensweisen, dafür werden aber definitive Ergebnisse erzielt. Eine Weiterentwicklung ist die ELOS®-Epilation.

Haarentfernung mit der ELOS®-Technologie

Bei der ELOS®-Technologie kommt gleichzeitig mit dem Licht radiofrequenter Strom zum Einsatz, und dieser ist Melanin unabhängig. Damit eignet sich diese Methode auf für hellere Haare, allerdings muss auch hier das Pigment Melanin vorhanden sein.

Wie funktioniert eine ELOS®-Epilation?

Foto-Haarentfernung gut geeignet für die dunklere Behaarung.
ELOS®-Epilation

Die ELOS®-Epilation ist eine Weiterentwicklung der Laser- und IPL Technik; sie kombiniert Licht und radiofrequenten Strom. Das Gerätehandstück wird nach und nach über die zu behandelnde Hautpartie geführt. Das Handstück sendet Licht und radiofrequenten Strom aus, die zusammen tief in die Haut bis zum Haarfollikel eindringen. Die Haare nehmen das Licht des Gerätes auf und wandeln es in Wärme um. Das Melanin des Haares produziert Wärme und erwärmt den Follikel von innen, der Melanin unabhängige radiofrequente Strom erhitzt den Haarfollikel von außen. Es kommt zur vollständigen Verödung des Haarfollikels. Diese Methode fällt auch unter die Foto-Epilation wie Laser oder IPL. Durch den radiofrequenten Strom, der gleichzeitig mit läuft, erreicht man aber auch die weniger pigmentierten Haare. Das Ergebnis fällt besser aus. Die Wirksamkeit des radiofrequenten Stroms ist nicht vom Farbstoff der Behaarung abhängig.

Wie viele Behandlungen sind notwendig?

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Mit welcher Dauer und welchen Kosten ist zu rechnen?
Auch wenn sich schon nach der ersten Sitzung Ergebnisse zeigen, sind mehrere Sitzungen notwendig – in der Regel 4 bis 10 im Abstand von drei bis zwölf Wochen. Je nach Dicke und Farbe der zu epilierenden Haare können auch mehr Sitzungen benötigt werden. Die eigentliche Behandlung von kleinen Hautzonen dauert in der Regel nur wenige Minuten. Der Unterschenkel kann schon mal eine Stunde dauern. Die Kosten für eine Behandlung beginnen bei 50 Euro. Die Gesamtkosten errechnen sich aus den zu behandelnden Hautregionen. Es kann beim Vorgespräch ein Test durchgeführt werden, ob Sie die Behandlung vertragen.

Für wen ist eine Foto-Epilation geeignet?

Laser, IPL oder ELOS®-Epilation sind nicht für jeden Haut- und Haartyp geeignet. So werden bei blonden, weißen oder grauen Haaren in der Regel weniger gute Ergebnisse erzielt als bei dunklen, idealerweise schwarzen Haaren. Je mehr dunklen Farbstoff, das so genannte Melanin, das Haar enthält, desto besser. Denn die dunkle Farbe des Haars unterstützt die Wärmeentwicklung und sorgt für eine optimale Verödung des Haarfollikels.

Vorgespräch

In der Regel findet ein ausführliches Beratungs-Gespräch statt. Dabei werden die geeignete Behandlungsform, die Erfolgsaussichten und die Kosten geklärt. Zu einer professionellen Beratung gehört auch der Hinweis auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen samt dem Preis, der auf Sie zukommt. Je nach Haarwuchs wird bei der Beratung die anzuwendende Methode festgelegt. Eine kleiner Test mit der empfohlenen Methode kann durchgeführt werden.

Vorbereitung

Rund zwei Monate vor der Haarentfernung sollte das Zupfen und Entwachsen der zu behandelnden Hautpartien unterbleiben. Am Behandlungstag dürfen kein Make-up, keine Öle oder Cremes aufgetragen werden. Auch darf die zu behandelnde Haut nicht gebräunt sein, und Sonnenbaden ist 2 Monate vor der Sitzung zu vermeiden. Ein kleiner Test mit der Foto-Epilation einige Tage vor dem Start ist ratsam. Am Vortag der Behandlung zur Foto-Epilation sollte die zu behandelnde Hautregion rasiert werden. Bei der Elektro-Epilation sollten die Haare 1mm aus der Haut stehen.

Nach der Behandlung

Für rund 14 Tage sollte man die Sonne meiden und nicht in die Sauna gehen. Zur Sicherheit empfiehlt es sich, einen hochwertigen Sonnenschutz aufzutragen. So wird eine Hautbräunung bis zur darauf folgenden Durchführung vermieden.

Risiken und Nebenwirkungen

Eine Foto-Epilation mit Laser, IPL oder ELOS®-oder der Elektro-Epilation verläuft in der Regel problemlos. Allenfalls kann sich die Hautpartie röten. Durch den Einsatz moderner Geräte wird die Haut während des Behandlungsvorgangs zusätzlich gekühlt und so geschont. Zudem kann es zu einer vorübergehenden Schwellung kommen; diese sollten aber bereits nach kurzer Zeit wieder abgeklungen sein.

Krankenkasse

Nur in Ausnahmefällen werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen, zum Beispiel bei krankhaftem Haarwachstum (Hirsutismus). Beauty-Anwendungen, wie z.B. dauerhafte Haarentfernung am Körper, sind nach meiner Kenntnis noch nie genehmigt worden. Hierfür ist jedoch ein ärztliches Gutachten nötig. Sollte die Krankenkasse für die Kosten aufkommen, besteht in der Regel kein Anspruch auf eine Lasertherapie bzw. eine IPL- oder ELOS®-Epilation. Die übliche anerkannte Methode ist die Elektro-Epilation, auch deshalb, weil Laser-, IPL- und ELOS®-Epilation noch nicht als Kassenleistung zugelassen sind. Aber ich habe in meiner Praxis auch schon gehört, das Foto-Epilationen bezahlt wurden.

Wachsen die Haare wieder nach?

Bei einer gut durchgeführten Behandlung  ist der Haarfollikel verödet, und er kann kein Haar mehr bilden.

Wie findet man eine gute Fachpraxis?

Um sicherzugehen, dass man das bestmögliche Behandlungsergebnis bei minimalen Risiken erhält, sollte man auf eine bewährte Fachpraxis setzen. Eine ausführliche Internet-Recherche hilft dabei, diese zu finden. Wichtige Kriterien sind langjährige Erfahrung der behandelnden Fachperson sowie der Fakt, dass sie die Haarentfernung täglich durchführt.

Achtung: Da es noch keine gesetzlichen Regelungen für den Kauf und die Anwendung von IPL- und Laser-Geräten gibt, sollte man sich ausschließlich an ausgebildete und erfahrene Fachpersonen wenden.

Sind Geräte für zu Hause geeignet?

Seit einiger Zeit werden verschiedene Geräte für die Selbstbehandlung angeboten. Besonders im Internet findet man viele vermeintliche Schnäppchen. Das Ergebnis ist jedoch keinesfalls mit dem einer professionell ausgeführten Haarentfernung zu vergleichen. Da diese Geräte für Laien für zuhause hergestellt wurden, sind diese Geräte so schwach von der Wirkung, dass eine permanente Haarentfernung nicht möglich ist. Die Haare fallen höchsten aus und kommen nach geraumer Zeit wieder.

Warum sind mehrere Sitzungen notwendig?

Um die Haare permanent zu entfernen, sind mehrere Sitzungen, egal ob mit Laser, IPL oder Elektro-Epilation gearbeitet wird, in mindestens vierwöchigen Abständen notwendig. Diese müssen wiederholt werden, da nur Haare in der Wachstumsphase entfernt werden können, nicht jedoch solche, die sich im „Ruhemodus“ befinden. In der Regel sind etwa vier bis acht Behandlungen erforderlich. Dies ist allerdings individuell verschieden und von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem vom Melanin-Anteil im Haar.

Welche Körperstellen können behandelt werden?

Egal ob Barthärchen, Gesicht, Bikinizone, Intimbereich, Gesäß, Nacken, Bauch, Rücken, Brust, Arme, Beine oder Schultern – dank der hochwertigen Geräte können im Prinzip alle Haare an jeder Körperstelle entfernt werden – auch ein Männerbart kann in Form gebracht werden.

Wer ist dafür geeignet bzw. nicht geeignet?

IPL- und ELOS®-Verfahren erzielen besonders gute Ergebnisse bei nicht sonnengebräunten und dunkelhaarigen Menschen. Bei hellen Haaren ist es schwieriger, da das Pigment Melanin nur schwach vorhanden ist oder gar komplett fehlt. Das im Haar enthaltene Melanin nimmt das Licht besser auf, so wird der Haarfollikel erhitzt und verödet. Personen, die lichtsensibilisierende Medikamente einnehmen, sollten vor einer Behandlung ihren Arzt kontaktieren. Experten raten außerdem von einer Haarentfernung ab, wenn eine Sonnenallergie vorliegt. Hautstellen mit Tattoos oder permanentem Make-up können nicht mit der Foto-Epilation, wie z.B. mit Laser behandelt werden, da es zu thermischen Reaktionen kommen kann.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die zu behandelnden Hautpartien sollten am Vortag von den Kunden rasiert und sorgfältig von Make-up, Cremes oder Schmutzpartikeln gesäubert sein. In der Praxis wird ein spezielles Gel aufgetragen. Während der Haarentfernung muss man eine Schutzbrille tragen, um die Augen vor den Lichtstrahlen zu schützen. Die Dauer einer Sitzung richtet sich nach der Größe des zu behandelnden Bereichs. Während für kleine Härchen an der Oberlippe nur wenige Minuten benötigt werden, können es bei Armen und Beinen dreißig Minuten oder mehr sein. Nach der Haarentfernung wird das Gel sorgfältig abgewischt und eine hautschonende, pflegende Creme aufgetragen. Nach frühestens einem Monat kann die nächste Behandlung stattfinden, es können jedoch auch sechs oder mehr sein – es sollten auf keinen Fall aber weniger als vier Wochen sein, da das nicht sichtbare Haar Zeit benötigt, um nachzuwachsen. Die ersten Tage nach der Behandlung sollte man Sonne und Sauna meiden und möglichst nicht in chlorhaltigem Wasser schwimmen. Nach der Behandlung sollte man geduldig sein, auch deshalb, weil es zunächst so aussehen kann, als würde das Haar weiterwachsen. Die Haut benötigt einige Tage, um die Haare auszustoßen. Je nach Körperregion und Tiefe der Haarwurzel kann dies ein bis drei Wochen dauern.

Zwischen den Behandlungen

Damit die Haut nicht gebräunt ist, sollte man sie mit einem hohen Lichtschutzfaktor schützen. Ist es dennoch zu einem Sonnenbrand, einer Sonnenbestrahlung oder einer Bräunung gekommen, muss die Sitzung rechtzeitig verschoben werden. Des Weiteren sollte man die Haare vor dem Behandlungstag nur rasieren.

Die Risiken sind minimal

Bei fachgerechter Anwendung und bei Einhalten der Verhaltensregeln durch die Kundin bzw. den Kunden sind die Risiken minimal. So kann es nach der Behandlung zu einer Hautrötung kommen; diese sollte kurz darauf, spätestens jedoch in wenigen Tagen, vergangen sein.

Was bedeutet dauerhaft?

Der Begriff „dauerhaft“ bedeutet im Bereich der Haarentfernung nicht „für immer“. Die FDA (Food and Drug Administration USA) definiert dauerhaft als einen Zeitraum, welcher länger als der Haarzyklus in der entsprechenden Hautregion ist. In der Regel können vollständig verödete Haarfollikel keine neuen Haare mehr produzieren. Deshalb unterscheidet die FDA unter „dauerhaft“ und „permanente“ Haarentfernung. Die ELOS®- und die Elektro-Epilation haben die Anerkennung zur „Permanenz“.

Klinische Studien belegen, dass bei sachgerechter Anwendung neunzig bis fünfundneunzig Prozent der Haare sich permanent entfernen lassen. Durch die Kombination von Foto-Epilation und Elektro-Epilation erreiche ich bei nicht hormonell bedingten Haaren eine absolut haarfreie Haut. Unter Umständen können aber an bestimmten Hautzonen durch Hormonveränderungen oder einer Krankheit neue Haare wieder wachsen

Vorteile der IPL-Technik und ELOS®-Epilation

Der wesentliche Vorteil des IPL- und ELOS®-Epilation liegt darin, schonend auch großflächige Körperregionen zu bearbeiten. Dank der Zielgenauigkeit des Lichts trifft dieses nur die zu behandelnden Haare und schont das umliegende Gewebe. Voraussetzung dafür ist, dass alle Verhaltensweisen eingehalten werden.Die dauerhafte Haarentfernung mit Laser, IPL und ELOS® ist durchaus sinnvoll, wobei sich IPL- und ELOS® für die dauerhafte Haarentfernung mehr durchgesetzt hat. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Sie sollten sich von einer Fachperson umfassend informieren lassen, da nicht jeder Haut- bzw. Haartyp geeignet ist.

Vorsicht! Jeder darf Blitzlichtgeräte kaufen und diese auch benutzen!
Leider ist der Einsatz von Blitzlicht- und Lasergeräten noch nicht gesetzlich geregelt. So kann jeder ein solch potentes Gerät kaufen und am Kunden anwenden, auch wenn er einen artfremden Beruf hat. Daher sollte man bei der Wahl der Praxis oder des Instituts auf fachliche Qualifikation und Erfahrung achten.

Weitere Einsatzgebiete der IPL- und ELOS® Technik

Das IPL- und ELOS® Verfahren kann neben der dauerhaften Haarentfernung auch für Hautprobleme wie Akne, rote Äderchen, zur Hautverfeinerung, Pigmentflecken und zur Hautverjüngung eingesetzt werden. Allroundgeräte bringen in solchen Fällen keine so gute Ergebnisse, da in einer Fachpraxis mit speziellen Aufsätzen für die jeweilige Behandlung gearbeitet wird.

Die Wärmewirkung des Geräts entfaltet sich in der Unterhaut und gleicht somit Falten aus bzw. wirkt diesen entgegen, wobei die ELOS®-Technik durch die Kombination von IPL und radiofrequenten Strom vorzuziehen ist. Falten bilden sich aufgrund der nachlassenden Kollagenproduktion. Bei der Behandlung werden vermehrt Kollagen und Elastin von den Körperzellen ausgeschüttet, womit der Selbstheilungsprozess der Haut in Gang gesetzt wird. Erste Ergebnisse sieht man bereits nach der zweiten bzw. dritten Sitzung.

Weitere Methoden der Haarentfernung im Überblick

Haarentfernung mit Rasieren

Die Rasur ist nach wie vor die beliebteste Methode, auch deshalb, weil sie am günstigsten ist, schnell erledigt und jede Körperstelle rasiert werden kann. Sie kann zuhause selbst durchgeführt werden. Dabei ist es besonders wichtig, Haare und Haut gut auf die Rasur vorzubereiten. Es ist ratsam, diese mit warmem Wasser anzuwärmen, das macht die Haare etwas weicher. Sind die Haare zu lang, sollte man sie im Vorfeld kürzen; das verhindert zudem ein Verstopfen der Klinge. Zunächst wird Rasierschaum aufgetragen. Der Rasierschaum sollte keine Duft- und Konservierungsstoffe enthalten, da diese die Haut zusätzlich irritieren können. Im besten Fall sollte der Schaum die Haare bzw. die Haut auf die Rasur vorbereiten. Nach der Rasur sollte man einen hautschonenden, alkoholfreien Balsam auftragen – auf fetthaltige Cremes jedoch verzichten. Gut eignet sich beispielsweise ein Balsam mit Aloe Vera Extrakt. Der Nachteil der Rasur: Nach zwei bis drei Tagen beginnen die Haare wieder zu sprießen, zudem kann es zu kleinen Pickelchen auf der Haut kommen. Letztere lassen sich durch regelmäßige Peelings verhindern.

Tipp: Man sollte nicht an den Klingen sparen. Denn die auf der Klinge verbliebenen Hautschuppen sind in feuchter Umgebung, wie beispielsweise im Badezimmer, ein optimaler Bakterienträger und können im schlimmsten Fall Entzündungen hervorrufen.

Haarentfernung mit Warm- und Kaltwachs

Haarentfernung mit warmen Wachs
Wachsbehandlung der Oberlippe
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Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Entwachsen ihrer störenden Haare. Dabei wird eine warme oder kalte Wachsmasse auf die Haut aufgetragen. Diese umschließt die Haare und wird, sobald das Wachs ein wenig abgekühlt ist, in einem Ruck heruntergezogen. Die Wachsstreifen werden grundsätzlich immer flach und entgegen der Wuchsrichtung abgezogen; damit verhindert man, dass Stoppeln zurückbleiben. Grundsätzlich ist das Entwachsen besser geeignet als die Rasur, da das Ergebnis länger anhält und der Vorgang nicht so oft wiederholt werden muss. Man sollte es aber von einem Spezialisten wie beispielsweise einer Kosmetikerin durchführen lassen. Das ist in der Regel zwar etwas kostspieliger, allerdings ist das Ergebnis besser und ähnlich wie bei einem Pflaster, fällt es Außenstehenden leichter, den Streifen abzuziehen. Ob man sich nun für warmes oder kaltes Wachs entscheidet spielt keine Rolle. Für warmes Wachs spricht, dass es die Haut vor dem Abziehen etwas entspannt und die Poren öffnet. Das Haar lässt sich dann besser herausziehen. Mit kaltem Wachs geht es schneller, und es klebt nicht so auf der Haut.

Tipp: Wer sich die Haare selbst wachst, sollte gründlich und hygienisch vorgehen, da es unter Umständen zu Pilzinfektionen und Entzündungen kommen kann.

Haarentfernung mit Sugaring

Haarentfernung mit Sugaring.
Vorübergehende Haarentfernung auf der Basis mit Zucker.

Sugaring erfreut sich zunehmender Beliebtheit, denn es ist sanft und relativ schmerzlos, und das Ergebnis hält mehrere Wochen an, da auch bei diesem Verfahren die Haare samt Wurzel entfernt werden. Beim Sugaring wird eine Zuckerpaste aufgetragen; im Gegensatz zum Warm- bzw. Kaltwachs erfolgt das Abziehen jedoch nicht entgegen, sondern in Wuchsrichtung der Haare. Die Kosten sind abhängig davon, ob es zu Hause oder ein einem Kosmetiksalon durchgeführt wird. In einem professionellen Studio kostet eine Behandlung je nach Körperzone zwischen zwanzig und fünfzig Euro. Die Paste enthält zahlreiche wundheilende Wirkstoffe, weshalb diese besonders bei Patientinnen und Patienten mit Akne oder Schuppenflechte eingesetzt wird.

Tipp: Die Zuckerpaste ist sehr klebrig. Deshalb erfordert das Verfahren ein wenig Übung. Es ist daher empfehlenswert, ein Kosmetikstudio aufzusuchen.

Haarentfernung mit dem Epilierer

Neben dem Entwachsen zählt auch das Epilieren mit einem Gerät aus dem Fachhandel zu den Methoden, die man gut zuhause selbst durchführen kann. Beim Epilieren werden die Haare samt Haarwurzel mit einer rotierenden Walze herausgezogen – diese enthält je nach Gerät bis zu achtzig Minipinzetten. Mit Epiliergeräten spart man Zeit, da keine Vorbereitung, wie etwa das Aufweichen der Haare, nötig ist. Das Ergebnis ist unterschiedlich, es kann im besten Fall mehrere Wochen anhalten. Die Haare sollten mindestens 1 Millimeter lang sein, andernfalls schaffen es nur bestimmte Epiliergeräte, diese zu fassen. Das Epilieren zählt zu den relativ günstigen Methoden – gute Geräte gibt es schon ab rund fünfzig Euro. Auch hier sollte man das Gerät nach Gebrauch pflegen und sauber halten, da die verbliebenen Haare auf oder im Gerät ein guter Nährboden für Bakterien sind. Durch das Epilieren kann es schnell zur Rötung von Hautpartien kommen, weshalb besonders Menschen mit sensibler Haut vorsichtig sein und diese ausreichend pflegen sollten. Den Epilierer sollte man weder unter den Achseln noch im Intimbereich nutzen, da der Körper an diesen Stellen eine besonders empfindliche Haut hat.

Tipp: Es gibt mittlerweile Geräte, die mit einem Kühlsystem ausgestattet sind. Dieses soll die Schmerzen während dem Epilieren lindern. Hinterher kann man kühle, in Kamillentee getränkte Waschlappen auflegen.

Haarentfernung mit Enthaarungscremes

Eine weitere Methode, die Sie zuhause anwenden können. Die Inhaltsstoffe der Cremes können das Keratin, ein Hauptbestandteil des Haares, auflösen. Die Creme wird mit dem in der Verpackung enthaltenen Spachtel auf die Haut aufgetragen. Sie sollte rund zehn bis 20 Minuten einwirken und kann dann entfernt werden. Wie bei der Rasur werden die Haare allerdings nur an der Oberfläche entfernt und wachsen entsprechend schnell wieder nach. Neue Produkte enthalten Inhaltsstoffe, welche das Wachstum ein wenig verzögern. Besonders geeignet sind Enthaarungscremes für Oberlippe, Achseln und Bikinizone. Von größeren Flächen ist allerdings abzuraten, da diese mehr Creme benötigen und die Produkte relativ teuer sein können. Wer allergisch auf die Zusatzstoffe reagiert und diese nicht durch eine andere Methode ersetzen möchte, kann eine Schicht Vaseline auftragen; diese schützt die Haut, ohne die gewünschte Wirkung zu schmälern.

Tipp: Vor dem Auftragen sollte die Creme auf der Haut getestet werden, beispielsweise am Knie oder Ellenbogen. Nicht selten kommt es zu einer allergischen Reaktion.

Nach einer Haarentfernung

Für welche Methode man sich schlussendlich entscheidet – Sie sollten einige Punkte beachten: Nicht nur vor, sondern auch nach einer Behandlung sollte man großen Wert auf Hygiene legen, da die Haut leichter reizbar ist und Bakterien daher leichten eindringen und Schaden anrichten können. Zudem sollte man für ca. drei Tage, bis die Haut sich wieder beruhigt hat, Sauna, Fitnessstudio, Sonnenbaden und möglichst Chlorwasser meiden.

Fazit: Vor- und Nachteile der verschiedenen Haarentfernungsmethoden
Jedes Verfahren hat Vor- und Nachteile. Die Rasur ist wahrscheinlich die günstigste Methode, allerdings sprießen die Haare schnell wieder nach. Sowohl das Entwachsen als auch das Epilieren sind sehr effektiv und ermöglichen für rund zwei Wochen eine glatte Haut, allerdings müssen beide Methoden immer wiederholt werden. Die Foto-Epilation und Elektro-Epilation zählen wahrscheinlich zu den beliebtesten und erfolgreichsten Methoden, um Haare permanent zu entfernen. Ist die Behandlung dann erfolgreich abgeschlossen, brauchen Sie sich an der behandelten Stelle um keine Haarentfernung mehr kümmern.