Sonden-Haarentfernung

Haarentfernung mit der Sonde

Haarentfernung mit einer einteiligen Sonde
Mit dieser feinen Epilationssonde werden ganz feine Haare entfernt.

Körperliche Schönheit ist ein Thema, das die Menschheit schon seit jeher bewegt. Dabei spielte und spielt die Entfernung von Körper- und Gesichtsbehaarung immer eine große Rolle. Unterschiedlichste mechanische und chemische Methoden der Haarentfernung wurden entwickelt, von denen viele, man denke an die Rasur oder Wachsbehandlung, auch heute noch weit verbreitet sind. Die Nutzbarmachung der Elektrizität brachte dabei auch eine bedeutende Neuerung im Bereich der Haarentfernung mit sich – die Haarentfernung mit der Sonde. Diese seit über 130 Jahren praktizierte Methode basiert immer schon auf demselben Prinzip: mittels einer feinen Sonde wird exakt dosierter Strom direkt in den Haarfollikel eingeführt, die resultierende dauerhafte Schädigung der Haarwachstumszellen macht ein Nachwachsen des Haares unmöglich. Bis heute stellt die Haarentfernung mit der Sonde das einzige anerkannte Verfahren zur garantiert permanenten Haarentfernung unabhängig von Haut- oder Haartyp dar.

Dass die Haarentfernung mit der Sonde heute mit modernsten Apparaturen so sicher und effektiv durchgeführt werden kann, ist allerdings das Resultat einer langen Geschichte, die in den Siebzigern des 19. Jahrhunderts in Amerika ihren Anfang nahm.

Die erste erfolgreiche Haarentfernung mit der Sonde wurde 1875 vom Augenarzt Charles E. Michael zum Entfernen einer eingewachsenen Wimper durchgeführt. Dazu führte er über eine Sonde galvanischen Strom in den Haarfollikel der Wimper ein. Durch die eintretende chemische Reaktion wurde der Follikel zerstört, ohne dass umliegendes Gewebe geschädigt wurde. Dr. Michael konnte wohl nicht ahnen, damit das erfolgreichste kosmetische Verfahren zur permanenten Haarentfernung ins Leben gerufen zu haben. Zu diesem Zeitpunkt dauerte das Entfernen eines einzelnen Haares noch ganze vier Minuten.

Diese Urform der Haarentfernung mit der Sonde, die Elektrolyse, wurde 1916 durch das Mehrfachnadelsystem (Multiple Needle) optimiert. Diese vom New Yorker Professor Paul Kree entwickelte Variante setzte mehrere Sonden gleichzeitig ein, was eine erhebliche Zeitersparnis mit sich brachte. Heute wird die ausschließlich mit galvanischem Strom arbeitende Elektrolyse allerdings kaum noch eingesetzt.

1887, zwei Jahre nach Dr. Michaels Erfindung, stellte Heinrich Hertz mittels eines Oszillators hochfrequenten Strom her. Der Begründer der Hochfrequenzphysik eröffnete damit der Haarentfernung mit der Sonde einen neuen Weg. Bis zur Erfindung der Thermolyse, die anstelle des galvanischen Stroms hochfrequenten Wechselstrom zur Zerstörung des Haarfollikels einsetzt, dauerte es allerdings noch weitere 36 Jahre.

Im Jahr 1923 wurde dann die Thermolyse vom Arzt Jules Bordier in Frankreich erstmals praktiziert. Im Unterschied zur Elektrolyse erfolgt hier die Zerstörung der Gewebe- und Wachstumszellen des Haarfollikels über eine thermische Reaktion. Hochfrequenter Wechselstrom wird in den Haarfollikel geleitet, die Wärmebildung lässt ihn koagulieren.

Dieses Verfahren setzte sich aber erst 1940 endgültig gegenüber der Elektrolyse durch und wurde auch in der apparativen Kosmetik als Epilationssystem mittels Elektrokoagulation bekannt.

1938, während des 2. Weltkrieges, entwickelten die Elektrologisten Arthur Hinkel und Henry St. Pierre in den USA die Blendmethode. Das englische “blend” bedeutet “mischen” – und genau das taten St. Pierre und Hinkel. Sie kombinierten galvanischen Strom und Hochfrequenzstrom und vereinigten damit die Vorteile der Elektrolyse und der Thermolyse in einem Verfahren. Die parallele Anwendung der beiden Stromarten macht die Blend-Methode nicht nur zur schnellsten, sondern auch effektivsten und sichersten Methode der permanenten Haarentfernung.

1940 wird die Blendmethode patentiert. 1968 optimierte Arthur Hinkel das Verfahren und verfasste das erste standardisierte Lehrbuch zur Haarentfernung mit der Sonde. Diese Form blieb bis heute maßgeblich für die Haarentfernung mit der Sonde, die in der Folge eingeführten Neuerungen betrafen vor allem die Apparaturen.

Die 1970 entwickelte Hochfrequenzpinzette wurde zeitweise ebenfalls in der Haarentfernung mit der Sonde eingesetzt, konnte aber keine mit den bereits standardisierten Blend- und Thermolyseverfahren vergleichbare Wirkung erzielen und verschwand 1989 wieder von der Bildfläche.

Heute wird vorrangig die Blendmethode, je nach individuellem Haartyp auch die Thermolyse praktiziert.

Haarentfernung mit Strom und einer feinen Sonde.
Zweiteilige feine Sonde

So stellt die Haarentfernung mit der Sonde nicht nur die einzige garantiert wirksame Methode der permanenten Haarentfernung dar, mit ihrer historischen Entwicklung kann sie auf einen langen Erfahrungswert aufbauen und heute von ausgebildeten Elektrologisten mit einem Höchstmaß an Sicherheit und Effektivität durchgeführt werden.

Körperliche Schönheit ist ein Thema, das die Menschheit schon seit jeher bewegt. Dabei spielte und spielt die Entfernung von Körper- und Gesichtsbehaarung immer eine große Rolle. Unterschiedlichste mechanische und chemische Methoden der Haarentfernung wurden entwickelt, von denen viele, man denke an die Rasur oder Wachsbehandlung, auch heute noch weit verbreitet sind. Die Nutzbarmachung der Elektrizität brachte dabei auch eine bedeutende Neuerung im Bereich der Haarentfernung mit sich – die Haarentfernung mit der Sonde. Diese seit über 130 Jahren praktizierte Methode basiert immer schon auf demselben Prinzip: mittels einer feinen Sonde wird exakt dosierter Strom direkt in den Haarfollikel eingeführt, die resultierende dauerhafte Schädigung der Haarwachstumszellen macht ein Nachwachsen des Haares unmöglich. Bis heute stellt die Haarentfernung mit der Sonde das einzige anerkannte Verfahren zur garantiert permanenten Haarentfernung unabhängig von Haut- oder Haartyp dar.

Dass die Haarentfernung mit der Sonde heute mit modernsten Apparaturen so sicher und effektiv durchgeführt werden kann, ist allerdings das Resultat einer langen Geschichte, die in den Siebzigern des 19. Jahrhunderts in Amerika ihren Anfang nahm.

Die erste erfolgreiche Haarentfernung mit der Sonde wurde 1875 vom Augenarzt Charles E. Michael zum Entfernen einer eingewachsenen Wimper durchgeführt. Dazu führte er über eine Sonde galvanischen Strom in den Haarfollikel der Wimper ein. Durch die eintretende chemische Reaktion wurde der Follikel zerstört, ohne dass umliegendes Gewebe geschädigt wurde. Dr. Michael konnte wohl nicht ahnen, damit das erfolgreichste kosmetische Verfahren zur permanenten Haarentfernung ins Leben gerufen zu haben. Zu diesem Zeitpunkt dauerte das Entfernen eines einzelnen Haares noch ganze vier Minuten.

Diese Urform der Haarentfernung mit der Sonde, die Elektrolyse, wurde 1916 durch das Mehrfachnadelsystem (Multiple Needle) optimiert. Diese vom New Yorker Professor Paul Kree entwickelte Variante setzte mehrere Sonden gleichzeitig ein, was eine erhebliche Zeitersparnis mit sich brachte. Heute wird die ausschließlich mit galvanischem Strom arbeitende Elektrolyse allerdings kaum noch eingesetzt.

1887, zwei Jahre nach Dr. Michaels Erfindung, stellte Heinrich Hertz mittels eines Oszillators hochfrequenten Strom her. Der Begründer der Hochfrequenzphysik eröffnete damit der Haarentfernung mit der Sonde einen neuen Weg. Bis zur Erfindung der Thermolyse, die anstelle des galvanischen Stroms hochfrequenten Wechselstrom zur Zerstörung des Haarfollikels einsetzt, dauerte es allerdings noch weitere 36 Jahre.

Im Jahr 1923 wurde dann die Thermolyse vom Arzt Jules Bordier in Frankreich erstmals praktiziert. Im Unterschied zur Elektrolyse erfolgt hier die Zerstörung der Gewebe- und Wachstumszellen des Haarfollikels über eine thermische Reaktion. Hochfrequenter Wechselstrom wird in den Haarfollikel geleitet, die Wärmebildung lässt ihn koagulieren.

Dieses Verfahren setzte sich aber erst 1940 endgültig gegenüber der Elektrolyse durch und wurde auch in der apparativen Kosmetik als Epilationssystem mittels Elektrokoagulation bekannt.

1938, während des 2. Weltkrieges, entwickelten die Elektrologisten Arthur Hinkel und Henry St. Pierre in den USA die Blendmethode. Das englische “blend” bedeutet “mischen” – und genau das taten St. Pierre und Hinkel. Sie kombinierten galvanischen Strom und Hochfrequenzstrom und vereinigten damit die Vorteile der Elektrolyse und der Thermolyse in einem Verfahren. Die parallele Anwendung der beiden Stromarten macht die Blend-Methode nicht nur zur schnellsten, sondern auch effektivsten und sichersten Methode der permanenten Haarentfernung.

1940 wird die Blendmethode patentiert. 1968 optimierte Arthur Hinkel das Verfahren und verfasste das erste standardisierte Lehrbuch zur Haarentfernung mit der Sonde. Diese Form blieb bis heute maßgeblich für die Haarentfernung mit der Sonde, die in der Folge eingeführten Neuerungen betrafen vor allem die Apparaturen.

Die 1970 entwickelte Hochfrequenzpinzette wurde zeitweise ebenfalls in der Haarentfernung mit der Sonde eingesetzt, konnte aber keine mit den bereits standardisierten Blend- und Thermolyseverfahren vergleichbare Wirkung erzielen und verschwand 1989 wieder von der Bildfläche.

Heute wird vorrangig die Blendmethode, je nach individuellem Haartyp auch die Thermolyse praktiziert.

So stellt die Haarentfernung mit der Sonde nicht nur die einzige garantiert wirksame Methode der permanenten Haarentfernung dar, mit ihrer historischen Entwicklung kann sie auf einen langen Erfahrungswert aufbauen und heute von ausgebildeten Elektrologisten mit einem Höchstmaß an Sicherheit und Effektivität durchgeführt werden.